Kennen Sie das?
Nach diffusen Vorboten mit allgemeiner Unruhe und Anspannung klopft Ihr Herz akut und
heftig? Ihr Herz rast
( 120 bis 160 Schlägen/min ), Ihr Blutdruck steigt auf Werte bis
200 / 110 mm Hg, begleitet von Schweißausbruch und tiefer, forcierter Atmung?
Dauert dieser Anfall zwischen 5 Minuten und einer knappen Stunde und besteht subjektiv
heftige Todesangst mit der Vorstellung des drohenden Herzstillstandes? Die Angst erleben
Sie hellwach und Sie waren nie bewußtlos?
Unter Angst- und Panikattacken ( Herzphobie, Angstneurose, Paniksyndrom ) versteht man eine mit einem akuten Herzanfall beginnende, als akuter Angstzustand mit Herzstillstandsangst erlebte seelische Erkrankung, wenn organische Erkrankungen ausgeschlossen wurden.
Charakterisch für diese Krankheit ist die nach dem ersten Anfall einsetzende, auf das Herz zentrierte Angst. Die Patienten kommen von der Angst des Herzstillstandes, der Angst vor einem erneuten Angstanfall nicht los, kontrollieren ihren Puls, schonen sich. Viele gehen von Arzt zu Arzt, haben kein Interesse mehr am Berufsleben, werden für lange Zeit arbeitsunfähig. Sehr häufig erweitern sich die Ängste auf Magen und Verdauung. Andere Verlaufsformen zeigen phobische Züge, vor all eine Raumangst (Klaustrophobie) oder auch eine Platzangst (Agoraphobie). Zum Gesamtbild gehören heftigste Anklammerungstendenzen, die Patienten können nicht allein sein, sie klammern sich an Eltern, Ehegatten, am liebsten aber an einen Arzt.
Der Konflikt, den man mit großer Regelmäßigkeit bei Herzangstneurose findet, ist der eines Trennungskonfliktes gegenüber Personen, die einerseits Schutz repräsentieren, aber auch Beengung und demütigende Abhängigkeit. Der Trennungskonflikt wird deutlich in den Auslösesituationen, die mit Todesfällen, Wegzug, Krankheit deutlich machen, daß es sich jeweils um ein bedrohliches Alleinsein im Erleben der Kranken handelt.
Aufdeckende Psychotherapie hilft, Konfliktsituationen zu
bewältigen und damit die
Symptomatik zu beseitigen. Medikamente sollten nur im akuten Angstanfall genommen werden.
Weitere Fragen? Persönlich, Telefon oder Email: JoAen@t-online.de